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MUSIC

Rene Wise kündigt EP „Johnson’s Theme“ auf Dekmantels UFO-Serie an

  • Casey Seaward
  • 18 March 2026
Rene Wise kündigt EP „Johnson’s Theme“ auf Dekmantels UFO-Serie an

Der in Großbritannien geborene und in Lissabon ansässige Produzent Rene Wise kehrt mit einem kraftvollen neuen Statement auf der angesehenen UFO-Serie von Dekmantel zurück und liefert eine Veröffentlichung, die seinen Ruf als eine der präzisesten und zukunftsweisendsten Stimmen des modernen Techno erneut bestätigt.

Erstmals um 2017 aufgetaucht, hat Andrew Shobeiri, der Künstler hinter dem Alias Rene Wise, schnell einen eigenen Platz in der globalen Szene geschaffen. Seine Produktionen erschienen scheinbar vollendet, landeten bei angesehenen Labels und zeichneten sich durch einen Sound aus, der durch messerscharfen Minimalismus, hypnotische Loops und subtile, aber kraftvolle klangliche Verschiebungen definiert ist. Anstatt dem Spektakel hinterherzujagen, hat Wise sich einen Ruf für Zurückhaltung und Kontrolle aufgebaut: Techno, der für tiefe Immersion konzipiert ist, nicht für flüchtige Wirkung.

Dieses Ethos zieht sich durch seinen neuesten Beitrag zur UFO-Serie, einer Plattform, die für die Präsentation von wegweisendem Techno bekannt ist. Über vier Tracks hinweg erkundet Wise verschiedene Facetten seines sorgfältig geschärften ästhetischen Ansatzes, während er die hypnotische Intensität beibehält, die sein Markenzeichen geworden ist.

Die Veröffentlichung beginnt mit „Johnson’s Theme“, in dem melancholische melodische Sequenzen durch ein eng gewobenes rhythmisches Gerüst fließen und ein Gefühl emotionaler Tiefe erzeugen, ohne die funktionale Triebkraft des Tracks zu unterbrechen. Es ist ein meditativer Opener, der die Hörer:innen nach innen zieht, bevor das Album tiefer in dunklere Gefilde eintaucht.

Bei „Granite Skin“ setzt Wise auf höhlenartigen Tiefdruck und eng gewickelte Percussion und erschafft einen rollenden Groove, der für lange Club-Sets gebaut zu sein scheint. Die dichte Atmosphäre des Tracks zeigt sein Talent, Spannung durch subtile Modulationen zu erzeugen, statt durch dramatische Breakdowns.

Die Stimmung verändert sich leicht mit „Flow“, das eine leichtere, fast vaporartige Textur einführt. Sanfte Pulse und luftige Töne durchziehen das Arrangement und bieten einen Moment zum Durchatmen, während die gleichmäßige Vorwärtsbewegung, die das Album verankert, beibehalten wird.

Der abschließende Track „Kanga“ bringt die Energie zurück auf Peak-Time-Fokus. Dringliche Rhythmen kollidieren mit strafenden Bleeps und kinetischer Energie und liefern ein treibendes Finale, das die physische Kraft von Wises cluborientiertem Sounddesign einfängt.

Über die gesamte EP hinweg zeigt Rene Wise ein tiefes Verständnis für das psychoaktive Potenzial von Techno, dafür, wie mikroskopische Veränderungen in Rhythmus, Ton und Textur die Energie einer Tanzfläche neu gestalten können. Es ist Musik für die Langstrecke, die darauf ausgelegt ist, sich allmählich zu entfalten, während die Tänzer:innen sich der Schleife hingeben.

Mit diesem neuesten Eintrag im UFO-Katalog festigt Wise seinen Platz an der Spitze des zeitgenössischen Techno weiter – ein Künstler, der beweist, dass manchmal die kraftvollsten Ideen in den kleinsten Details liegen.

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