Search Menu
Home Latest News Menu
ARTISTS

Craig Oram: Groove, Tiefe und eine klare kreative Richtung

  • 12 February 2026
Craig Oram: Groove, Tiefe und eine klare kreative Richtung

DJ und Produzent Craig Oram entwickelt einen eigenständigen Sound, der groove-orientierten Techno, undergroundigen Tech House und psychedelischen Indie Dance miteinander verbindet. Verwurzelt in Emotion, feinen Details und Tiefe, blickt er auf über zehn Jahre Erfahrung zurück. Mit einer progressiven Haltung und geschärfter Vision geht Craig selbstbewusst und zielgerichtet in das Jahr 2026.

Welche Erkenntnisse oder Veränderungen aus 2025 beeinflussen deinen Ansatz für 2026?

Die wichtigste Erkenntnis aus 2025 war das Verständnis für den Wert von Beständigkeit gegenüber Unmittelbarkeit. Mir wurde klar, dass echtes Momentum nicht dadurch entsteht, einzelnen Highlights hinterherzujagen, sondern durch kontinuierliche Releases, die ehrlich widerspiegeln, wo man sich kreativ gerade befindet. Ich gehe heute deutlich bewusster mit meiner Zeit und Energie um, blende Ablenkungen aus, treffe klarere Entscheidungen und vertraue meinen Instinkten mehr denn je.

Wenn du auf 2026 blickst, was begeistert dich an den Ideen oder Projekten, die du erkunden möchtest?

Am meisten reizt mich der Raum, Ideen entwickeln zu können, ohne sie in vorgegebene Formate zu pressen. Ich fühle mich zu Projekten hingezogen, die durchdacht und gewachsen wirken, statt hastig umgesetzt zu sein. Releases mit Kontext, visueller Ebene und klarer Intention, nicht isolierte Tracks ohne übergeordnete Erzählung.

Gibt es bestimmte Sounds oder kreative Richtungen, in die du tiefer eintauchen möchtest?

Ich vertiefe meinen groove-getriebenen, hypnotischen Ansatz, Musik, die zwischen Melodie und Zurückhaltung existiert. Gleichzeitig reizt es mich, markantere und unerwartete klangliche Elemente einzubauen, etwas, das ich bisher noch nicht vollständig ausgeschöpft habe. Ich interessiere mich weniger für große, dramatische Höhepunkte und stärker für Spannung, Rhythmus und Atmosphäre, die in unterschiedlichen Momenten eines Sets funktionieren, von frühen Stunden bis tief in die Nacht.

Gibt es ein persönliches oder berufliches Ziel für 2026, das dir besonders wichtig ist?

Beruflich liegt der Fokus darauf, etwas Nachhaltiges aufzubauen, ein Werk und eine Identität, die geerdet wirken statt reaktiv zu sein. Persönlich geht es um Balance, Disziplin und Produktivität zu wahren und gleichzeitig Raum zu lassen, zu leben, zu reisen und Inspiration aus unterschiedlichen Orten, Kulturen und Festivals zu ziehen.

Wie soll sich dein Projekt oder deine Marke im kommenden Jahr weiterentwickeln?

Ich möchte, dass alles fokussierter und sofort erkennbar wird. Nicht unbedingt größer oder lauter, sondern klarer in jeder Hinsicht, klanglich, visuell und konzeptionell. Ziel ist, dass Menschen einen Track hören oder einen Inhalt sehen und sofort verstehen, zu welcher Welt er gehört.

Gibt es Kollaborationen oder Räume, die dich 2026 besonders interessieren?

Mich interessieren vor allem Kollaborationen, die organisch entstehen und nicht strategisch erzwungen sind. Zusammenarbeit mit Artists, Designerinnen und Designern oder Orten, die eine ähnliche Haltung oder Energie teilen. Außerdem reizt es mich, elektronische Musik aus klassischen Clubkontexten herauszuholen und sie in Kunsträume oder ungewöhnliche Locations zu bringen, wo sie anders erlebt werden kann.

Was bedeutet Wachstum für dich im kommenden Jahr?

Wachstum definiert sich für mich nicht allein über Zahlen. Kreativ bedeutet es, Vertrauen in Einfachheit und Zurückhaltung zu haben. Kulturell heißt es, Teil sinnvoller Gespräche zu sein statt trendgetriebener. Kommerziell geht es darum, klügere und bewusstere Partnerschaften einzugehen und Qualität über Quantität zu stellen.

Gibt es etwas, das du 2026 verfolgen möchtest und bisher zurückgehalten hast?

Ja, meinen eigenen kreativen Instinkten vollständig zu vertrauen. Es gibt einen Punkt, an dem man aufhört, nach Bestätigung oder Erlaubnis zu suchen, und 2026 fühlt sich für mich wie genau dieser Wendepunkt an.

Wie sollen Hörerinnen und Hörer deine Arbeit 2026 anders erleben?

Ich möchte, dass das Erlebnis immersiver und persönlicher wird. Weniger Fokus auf einzelne Tracks, mehr auf Atmosphäre, Erzählung und emotionale Verbindung, etwas, das über den ersten Moment des Hörens hinaus nachwirkt.

Wenn du deine Vision für 2026 in einem Satz zusammenfassen müsstest, wie würde er lauten?

2026 fühlt sich nach Vorwärtsbewegung an, nach Vertrauen in meine Instinkte, dem Aufbau echter Verbindungen und dem Veröffentlichen von Musik, die mich wirklich begeistert, ohne zu sehr darüber nachzudenken, wie sie aufgenommen wird.

Mit einer verfeinerten klanglichen Identität und einer klaren kreativen Vision geht Craig Oram mit wachsendem Selbstvertrauen und deutlicher Ausrichtung in das Jahr 2026. Sein sich weiterentwickelnder Sound und sein reflektierter Ansatz positionieren ihn als einen Künstler, den man in der Underground-Electronic-Music-Szene im Blick behalten sollte.

Load the next article
Loading...
Loading...